Welcher Kampfsport eignet sich zur Selbstverteidigung?

Bei den meisten Kampfsportarten geht es vorrangig um den Aspekt Sport. Um im Boxen oder Kickboxen erfolgreich zu sein, braucht der Sportler neben den Techniken auch viel Kraft und Ausdauer. Vor allem bei den asiatischen Kampfsportarten besteht aber ein Teil der Ausbildung und des Trainings auch darin, sich selbst gegen einen körperlich überlegenen Gegner zu verteidigen. Wer sich nicht auf einen Kampfsport einlassen will, der kann sich auch nach einem reinen Selbstverteidigungstraining umsehen. Diese Kurse kombinieren Techniken aus den unterschiedlichen Kampfsporten und konzentrieren sich einzig und allein auf diesen Bereich des Kampfsportes. Die Kurse sind besonders effektiv, können aber unter Umständen langweilig werden, weil der sportliche Anreiz fehlt.

Selbstverteidigung im Kampfsport



      

Karate, Taekwondo und Kung Fu bieten einen ausgewogenen Mix aus sportlichem Kampf, der durchaus schweißtreibend sein kann, dem Einüben der Techniken und speziellen Übungen zur Selbstverteidigung. Letztere werden vermittelt, indem man bestimmte Handgriffe und Abwehrtechniken für Standardangriffe wieder und wieder übt, bis diese Griffe quasi zu einem Reflex werden, den man im Notfall ohne zu überlegen anwendet. Im Karate und Taekwondo macht der Aspekt Selbstverteidigung je nach Vorlieben und Schwerpunkten des Trainers etwa ein Viertel der Trainingszeiten aus und wer auch sonst Spaß am Kampfsport hat, dem wird dieses Training Freude bereiten. Erfolg entsteht durch stetige Wiederholungen.

Gezielte Verteidigungstechniken

Ju Jitsu und Wing Tsun zum Beispiel sind Kampfsportarten, die einen Schwerpunkt auf Selbstverteidigung gesetzt haben. Krav Maga ist ein Sport, der zum Zwecke der Selbstverteidigung erfunden wurde. (Weitere Infos: Krav Maga: Das umfassende Handbuch mit über 230 Selbstverteidigungs- und Kampftechniken*) Eine Vielzahl der typischen Techniken beruht auf dem Prinzip, die Kraft des Angreifers oder Gegners umzulenken und sie gegen ihn einzusetzen. Auf diese Weise muss der Angegriffene kaum eigene Kraft aufwenden, was vor allem für Kinder und für Frauen im Angesicht eines physisch deutlich stärkeren Gegners ein wichtiger Aspekt ist. Wer diese Handgriffe beherrscht, der hat sehr gute Chancen, auch einen übermächtigen Angreifer abzuwehren oder zumindest so lange zu beschäftigen, dass Zeit zum Weglaufen bleibt. Es werden auch immer Techniken geübt, die den Gegner entwaffnen sollen.


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