Selbstversuch: Fettbinder

Ich esse zu fettig, das gebe ich offen zu. Blutwurst gibt’s nun mal nicht in „light“. Aber Abhilfe soll es geben: Fettbinder. Nach dem Essen eine Pille, und das Fett wird vom Körper einfach nicht mehr aufgenommen. Sollte das die Lösung sein? Ich recherchiere und finde – nichts. Zumindest nichts Verlässliches. Also werde ich es selbst ausprobieren. Eine Woche lang nehme ich Fettbinder nach jeder fetthaltigen Mahlzeit. Ich entscheide mich für ein bezahlbares Präparat namens „WELL & SLIM Fett Binder plus*“ mit dem Wirkstoff Lipoxitral. Das ist eine Pflanzenfaser aus dem Feigenkaktus: ganz natürlich und nebenwirkungsfrei.

Fettbinder – das Experiment



      

Bis zu 28% des Nahrungsfetts, steht auf der Packung, wird im Magen gebunden und geht unverdaut wieder raus. Damit die fettlöslichen Vitamine nicht gleich mit verschwinden, sind sie in den Kapseln nochmal extra enthalten. Allerdings steht weder auf der Schachtel noch in der Packungsbeilage, wie viel. Ich habe also keine Ahnung, ob ich mir hier eine Vitamin-A-Vergiftung einhandeln werde. Was ich auch gerne wüsste: Bindet diese Kaktusfaser alle Fette gleich gut, oder vielleicht manche besser als andere? Nimmt sie bevorzugt die ungesünderen Varianten mit (was zu loben wäre) oder fängt mir dieses Mittel etwa gerade die essentiellen Fettsäuren weg? In einer Woche kann jedenfalls nicht allzu viel Schaden entstehen, hoffe ich.
Nach einem deftigen Mittagessen die ersten drei Kapseln, und ein Glas Wasser hinterher. Die nächste Viertelstunde grummelt mein Magen von Zeit zu Zeit ein wenig. Das tut er die ganzen sieben Tage lang jedes Mal, nachdem ich den Fettbinder eingenommen habe. Und das ist schon die einzige spürbare Wirkung. Kein Durchfall, keine Verstopfung. Kein Fett, das meinen Körper auf ungewohntem Wege verlassen würde. Nichts. Gewicht habe ich keines verloren in dieser Woche, kein einziges Gramm.

Fazit

Das Versprechen, keine Nebenwirkungen zu haben, hat das Mittel immerhin gehalten. Aber Hauptwirkung hat es leider auch keine.


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