Seitenstechen – was tun?

Seitenstechen ist ein Höchst unangenehmes Gefühl, das jeder kennt, der läuft oder joggt. Es kursieren verschiedene Erklärungen für diese charakteristischen Schmerzen und noch mehr Ratschläge, was man dagegen tun kann. Aber woher genau kommt das Seitenstechen und kann man wirklich etwas tun, um es zu vermeiden oder zu lindern?

Ein bekanntes Phänomen: Seitenstiche



      

Seitenstechen tritt nicht nur bei Läufern auf, sondern auch bei Schwimmern, Ruderern und Radfahrern; in erster Linie tritt es bei Ausdauersportlern auf. Etwa jeder Fünfte, der einen solchen Sport betreibt, klagt regelmäßig über Seitenstiche. Die Wissenschaft hat bisher nicht klären können, womit es zusammenhängt, dass dieser spezifische Schmerz manchmal links, dann wieder rechts oder auch beidseitig auftritt. Manchmal taucht der Schmerz unvermittelt auf und legt sich ebenso schnell wieder. Sobald man sich ausruht und die betroffene Region medizinisch untersucht werden könnte, hat der Schmerz längst nachgelassen.

Verschiedene Theorien zum Seitenstechen

Die meisten Theorien sind nicht belegt. Zu den widerlegten Thesen gehört die Vermutung, dass Seitenstechen dadurch entsteht, dass die unteren Bereiche der Lungen nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und dies einen Schmerz hervorruft. Ärzte versichern den Betroffenen: Man braucht sich keine Sorgen um die eventuelle Unterversorgung der Lungen zu machen. Sie weisen außerdem darauf hin, dass durch Seitenstiche keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Der Schmerz ist offenbar harmlos und legt sich immer, wenn die Belastung nachlässt. Eine weitere Theorie gibt dem Zwerchfell die Schuld an den Schmerzen. Das Zwerchfell besteht aus Muskeln und Sehnen, die die Brusthöhle vom Bauchraum trennen und es hilft beim Atmen. Bei großer Anstrengung könnte das Zwerchfell überbelastet und gleichzeitig unzureichend mit Sauerstoff versorgt sein und damit den Seitenstich hervorrufen. Diese Theorie wird von einigen Medizinern als realistisch angesehen. Da man jedoch permanent atmet, gehört das Zwerchfell jedoch zu den am besten trainierten Muskeln im Körper und daher halten einige Experten auch diese Theorie für falsch.

Schneller Seitenstechen bei vollem Magen

Der Seitenstich könnte auch damit zusammenhängen, dass bei Dauerbelastung die Muskeln besser versorgt werden als die Organe und die Organe im Bauch für den Schmerz verantwortlich sind. Fest steht, dass Seitenstechen häufiger auftritt, wenn man mit vollem Magen Sport treibt. Generell sollte man Seitenstechen als eine Warnung des Körpers wahrnehmen, dass man sich überanstrengt.

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1 Kommentar zu Seitenstechen – was tun?

  1. Bei mir hilft es, wenn ich erst langsam beginne und mich dann langsam steigere. Zuviel zu schnell zu wollen fördert, so glaube ich, das Seitenstechen. Denkst du das auch?

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