Treppentraining mal anders

Treppen steigen ist gut für die Beine. Schön anstrengend, aber ziemlich eintönig. Außer, Du machst es einmal komplett falsch herum. Was ich Dir heute vorstellen möchte, trainiert vor allem die Koordination. Es ist eine Übung für Arme, Rumpfmuskulatur, Ausdauer – eigentlich alles außer den Beinen.

Ausgangsposition: Animal-Walk



      

Wer Parkour trainiert, kennt den Animal-Walk: Fortbewegung auf allen vieren, nur Hände und Füße berühren den Boden, Knie und Hüfte beugen sich bis 90°, der Rücken ist parallel zum Boden. Abwechselnd eine Hand oder einen Fuß nach vorne, und der Hintern soll möglichst wenig wackeln dabei. Das geht auf Dauer ordentlich in die Beine.
Von hier aus gehen wir jetzt eine Schwierigkeitsstufe hoch, und eine Treppe hinunter: Vorwärts auf allen vieren, der Kopf ist unten, das Gewicht ist auf den Händen. Die Knie bleiben in der Luft. Und wo die Füße hin sollen, das ist die große Frage. Kommen sie dem Rumpf zu nah, dann sind die Stufen im Weg. Sind die Knie aber zu gestreckt, dann drückt das gesamte Körpergewicht ziemlich schwer auf die Arme. Wo die beste Position ist, das hängt vor allem von der Höhe der Treppenstufen ab. Koordination ist gefragt, und Haltemuskulatur. An Geschwindigkeit ist bei dieser Übung nicht zu denken, jede Stufe dauert ihre Zeit. Und beim ersten Mal bist Du nach zwei Stockwerken kaputt.

Ein völlig ungewohnter Impuls

Gewicht und Kräfte wirken hier genau andersherum als bei jedem üblichen Training. Du beanspruchst damit genau diejenigen Muskeln, die sonst immer zu kurz kommen. Deshalb strengt es anfangs so sehr an: Du setzt hier einen komplett neuen Trainingsreiz für ansonsten leicht vernachlässigte Muskelgruppen.
Ungewohnt ist es auch für den Kopf, auf diese Art eine Treppe hinunter zu wollen. Arme und Beine so zu koordinieren, dass ein flüssiger Bewegungsablauf dabei herauskommt, das ist eine spannende neue Herausforderung. Probier’s aus, und schreib Deine Bestzeit für zwei Stockwerke am Stück in die Kommentare. Meine liegt bei 2:35.


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