Europas Superfoods Teil 2 – Linsen

Das nächste gesunde Lebensmittel, das in Deutschland keiner mehr essen will: Linsen. Als Beilage oder Eintopf geeignet, oder gleich als Hauptspeise mit Spätzle und Seitenwürstchen, wie es die Schwaben mögen. Für ein pflanzliches Lebensmittel haben Linsen außergewöhnlich viel Eisen, dazu Eiweiß, Ballaststoffe und Vitamine.
Die einzige Komplikation: Als Schlingpflanze braucht die Linse immer eine zweite Pflanze, an der sie sich festhalten kann. Damit macht sie auf dem Feld viel Arbeit, und lohnt sich für die deutschen Bauern kaum anzubauen. Deshalb verschwindet sie von den Feldern und vom Esstisch. Dabei wächst dieses Grundnahrungsmittel auch auf schlechten Böden.

Eine Portion gekochte Linsen (70g Trockenmasse) enthält:

– mehr als den halben Tagesbedarf an Eisen (5,6 mg).
– ein Drittel des Tagesbedarfs an den Vitaminen B1 und B6 (>0.3 mg).
– kleinere, aber brauchbare Menge von Zink und den Vitaminen B2, C und E.
– mehr als den halben Tagesbedarf an Folsäure (0.24 mg).
– 17 g Eiweiß, ca. 1 g Fett, 37 g Kohlenhydrate.
Knappe 200 kcal pro Portion machen Linsen als Beilage oder leichte Mahlzeit ideal. Sind die Schalen noch dran, enthalten Linsen außerdem zwischen 15 und 20 % Ballaststoffe.

Und wie kocht man das?

      

Linsen* für eine Beilage schüttest Du in einen Topf, bedeckst sie gut zwei Finger hoch mit Wasser, stellst sie auf den Herd und lässt sie 20 Minuten kochen. Dabei gelegentlich umrühren, und falls alles Wasser weg gedampft ist, noch welches nachschütten. Wenn es beim Kochen nicht schäumen soll, kannst Du einen Schuss Essig dazu geben. Salz kommt erst am Ende der Kochzeit hinein. Würzen kannst Du die Linsen am schnellsten mit etwas Pfeffer. Ein Tipp: Im Gegensatz zu Nudeln oder Reis können Linsen nicht verkochen. Wenn Du sie aus Versehen einmal 30 oder 40 Minuten gekocht hast, schmecken sie trotzdem. Für die Abwechslung gibt es hier ein Kochbuch mit 45 verschiedenen Linsenrezepten: Linsenlust: 45 Rezepte aus aller Welt*.


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