Ein Tipp für 2016: Blutplasma spenden gehen!

Blutspenden ist ein gutes Werk, nur leider kommt man nie dazu – und beim Sport merkt man den fehlenden halben Liter Blut gewaltig. Da streitet das Gewissen für die eigene Gesundheit mit dem Mitgefühl für die Krankheit anderer: Darf ich es meinem Körper antun, so viel Blut abzuzapfen? Aber wenn nicht, dann stirbt vielleicht ein Mensch, weil er nach einem Unfall genau mein Blut gebraucht hätte…
Den Konflikt möchte ich heute lösen helfen. Du kannst Leben retten, ohne dabei einen halben Liter richtiges Blut hergeben zu müssen: Der flüssige Anteil, das Blutplasma, kann schon eine Menge Leben retten. Und die Blutkörperchen, das Eisen, die Immunzellen, all das behältst Du selbst.

Was ist Blutplasma, und wer braucht es?



      

Blutplasma ist der flüssige Anteil des Blutes: Das, was übrig bleibt, wenn man rote und weiße Blutkörperchen heraus filtert. Die Flüssigkeit ist gelblich bis orange, ein klein wenig dicker als Wasser, und beinahe so wertvoll wie vollständiges Blut.
Im Plasma finden sich die Bluteiweiße, Abwehrstoffe, Gerinnungsstoffe. Der Blutzucker ist hier gelöst, und das Blutfett auch, versteckt in winzigen Eiweißkügelchen. Plasma ist ein ganz besonderer Saft.
Wer gespendetes Blutplasma wohl am dringendsten braucht, das sind die Bluter. Ihnen fehlen Gerinnungsfaktoren im eigenen Blut, deshalb bleibt bei ihnen jede kleine Verletzung einfach offen und blutet endlos weiter. Bluter brauchen Infusionen von Gerinnungsfaktoren von gesunden Menschen, sonst können sie an jedem blauen Fleck innerlich verbluten.
Die Abwehrstoffe in unserem Blut, die sogenannten Immunglobuline, schützen vor Bakterien und Viren. Wer – zum Beispiel nach einer Chemotherapie – kein eigenes Immunsystem mehr hat, den retten Immunglobuline aus Blutplasmaspenden davor, an jedem Schnupfenvirus zu sterben.

Wie die Spende aussieht

Zur Blutplasmaspende legst Du dich auf eine Liege, so wie bei der Vollblutspende auch, und bekommst eine Nadel in den Arm. Nur führt der Schlauch diesmal nicht zu einem Beutel, sondern zu einer mikrowellengroßen Maschine, die sanft vor sich hin surrt. Sie filtert und zentrifugiert das Blut, bis auf der einen Seite das Plasma in eine sterile Flasche läuft. Auf der anderen Seite bekommst Du die Blutkörperchen, vermischt mit Kochsalzlösung, wieder zurück in den Arm getropft. Du verlierst bei einer Blutplasmaspende eigentlich nur Flüssigkeit. Einen halben Liter trinken hinterher, und nach zwei Stunden merkst Du nichts mehr von der Spende. Der Körper erholt sich so schnell, dass Du Blutplasma theoretisch alle drei Tage spenden dürftest.


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