Paddle-Tennis: Der Lieblingssport des Physiotherapeuten

Wenn Du einen spanischen oder südamerikanischen Physiotherapeuten fragst, welche Sportart ihm am besten gefällt, bekommst Du unweigerlich folgende Antwort: „El pádel“. Warum? fragst Du weiter. „Weil ich davon am meisten Patienten bekomme.“ Das Padel, Paddeltennis oder auch Paddle-Tennis wurde in den Sechzigern erfunden, breitet sich zur Zeit in Spanien und Amerika aus – und füllt die Physio-Praxen.

Was ist Paddle-Tennis?

Padel ist, kurz gesagt, Tennis auf einem kleineren Platz. Das Spielfeld misst 10 x 20 Meter und ist von drei Meter hohen Mauern umgeben. Die Mauern gehören mit zum Spiel: Der Ball darf sie treffen und abprallen.
Der zweite sichtbare Unterschied zum Tennis: Der Padel-Schläger*. Er ist nicht bespannt wie ein Tennis-Schläger, sondern aus massivem Plastik mit einigen Löchern. Die ersten Padel-Schläger waren aus Holz – daher der Name, vom Paddel eines Kanus.

Woher die vielen Verletzungen?



      

Beim Tennis gibt es den Tennis-Arm, diverse Handgelenksprobleme, und gelegentlich einen blauen Fleck, wenn jemand von einem Ball getroffen wurde. Paddel macht die gleiche Sorte von Problemen – aber schlimmer. Auf dem kleineren Feld sind sich die Spieler näher als beim Tennis. Die Bälle fliegen kürzer und härter. Das bedeutet viel Belastung für Handgelenk, Arme und Stützmuskulatur, die einen scharfen Aufprall abfedern und zurückgeben müssen.
Auch die Beine sind beim Paddel in Gefahr. Schnelle Bewegungen und Richtungswechsel führen gerne zu Ausrutschern, umgeknickten Füßen oder verdrehten Sprunggelenken. Wer auf einem Betonplatz spielt, belastet außerdem stark seine Knie.

Verletzungen vermeiden beim Paddel-Tennis

Wenn Du Spaß am Paddel-Tennis haben und verletzungsfrei spielen willst, brauchst Du zwei Dinge:

1) Gründliches Aufwärmen vor jedem Spiel, vor allem die Gelenke. Sprunggelenke, Knie, Schultern, Ellbogen und Handgelenke müssen warm und geschmeidig sein, bevor du das Spielfeld betrittst.

2) Die richtige Ausrüstung. Dazu gehören:
> Handgelenkschoner* für deine Schlaghand, besser für beide Hände. Die Schoner dürfen etwas steifer sein, als Du sie für Tennis nehmen würdest.
> Die richtigen Schuhe. Für weichen Untergrund sind Tennisschuhe* perfekt. Für Beton müssen die Sohlen sehr dick sein und gut federn. Wenn Du zum Umknicken neigst, können Basketballschuhe helfen: Sie unterstützen ein wenig das Sprunggelenk. Eines müssen Deine Paddel-Schuhe auf jeden Fall haben: rutschfeste Sohlen.

Paddle-Tennis


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