Krebs rechtzeitig erkennen (aber ohne Google)

„Eine schmerzlose Hämaturie ist immer krebsverdächtig“ sagte der Physiologieprofessor und meinte damit: Wenn einer Blut pinkelt, aber es tut ihm nichts weh, dann muss der Arzt nachsehen, ob nicht ein Blasenkrebs daran schuld ist. Überhaupt sind drei Dinge dem Mediziner immer verdächtig: wenn etwas nicht wehtut, obwohl es sollte; wenn etwas wehtut, das nicht sollte; und wenn Blut ist, wo keines hingehört. Das müssen keine Symptome einer Krebserkrankung sein, sie können aber. Überhaupt ist Krebs wahrscheinlich die vielseitigste aller Krankheiten (nach Syphilis). Alles kann, nichts muss – deshalb auch der Spruch: „Habe meine Symptome gegoogelt. Entweder es ist Krebs oder ich bin schwanger.“
Wie also kann man einen Tumor rechtzeitig erkennen?

Krebs – kleine und große Anzeichen



      

1. Ein Tumor braucht Platz. Das durfte ein Arbeitskollege meines Vaters erfahren: Der gute Mann beschloss eines Tages, etwas gegen seinen Kugelbauch zu tun. Er ging auf Diät, bewegte sich mehr, verlor Fett an Armen, Beinen und Rücken, hatte am Ende ein ganz ausgemergeltes Gesicht – aber der Bauchumfang wurde nicht weniger. Im Gegenteil, er wuchs. Nach monatelanger erfolgloser Hungerkur ging der unglückliche Bauchbesitzer endlich zum Arzt und erfuhr, dass er einen medizinballgroßen Tumor mit sich herumtrug.
Wenn also eine Frau feststellt, dass ihr der BH auf einer Seite nicht mehr passt, obwohl sich auf der anderen Seite nichts verändert hat, dann heißt es ab zum Arzt. Genauso mit jedem Knoten, den man irgendwo ertastet.

2. Hautkrebs sieht man. Er ist schließlich außen. Wenn ein Muttermal größer wird, die Farbe verändert oder plötzlich Haare darauf wachsen, dann könnte es ein Melanom (schwarzer Hautkrebs) sein.

3. Krebs braucht Energie. Je schneller er wächst, desto mehr. Ein mögliches Symptom vieler Krebserkrankungen ist deshalb unerklärlicher Gewichtsverlust. Wenn du plötzlich abnimmst, ohne an deiner Ernährung oder Bewegung etwas verändert zu haben, dann nicht darüber freuen, sondern mit dem Arzt darüber sprechen.

Ein gutes Buch über Tumorerkrankungen, ihre ersten Anzeichen und die beste Vorbeugung ist „Krebs und Krebsvermeidung*“ von Harald Treml, erhältlich bei Amazon.


Ähnliche Artikel zu diesem Thema:


.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*