Schnellratgeber: Speiseöle

Zum Backen Olivenöl, zum Frittieren Sonnenblumenöl oder Rapsöl, für kalte Speisen Kokosfett – oder wie war das? Welche Pflanzenöle darf man erhitzen, welche isst man nur im Salat? Welche geben Geschmack, welche sind neutral? In diesem Schnellratgeber erfährst du, wie man die gängigsten Speiseöle in der Küche verwendet.

Das richtige Öl für den richtigen Anlass

In der Pfanne/Fritteuse

Hier brauchst du ein hitzestabiles Öl, das nicht gleich zu rauchen anfängt. Idealerweise hat es außerdem einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, denn ungesättigte Fette wandeln sich bei großer Hitze chemisch um zu ungesunden Transfetten (–> Transfette und ihre Auswirkungen). Von daher ist zum Braten oder Frittieren eigentlich tierisches Schmalz am besten geeignet. (Aber kein Butterschmalz, das raucht sofort.) Unter den Pflanzenölen nimmt man für die Pfanne gehärtetes Kokosfett*, Palmkernfett, Erdnussöl*, Sonnenblumenöl* oder Rapsöl*, in der mediterranen Küche auch Olivenöl*.

Backen



      




Für Kuchenteig nimmt man traditionell Butter. Sie sorgt nicht nur für die richtige Konsistenz, sondern bringt einiges an Geschmack mit. Willst du stattdessen ein Pflanzenfett zum Backen verwenden, dann kannst du mit geschmacksneutralem Kokosfett* nichts falsch machen. Margarine versuche ich zu vermeiden, da sind mir zu viele Trans-Fettsäuren drin. Und steht im Rezept ausdrücklich „Öl“, dann nehme ich Rapsöl.

Suppen, Salate, kalte Speisen

Wenn du nicht vor hast, das Öl großartig zu erhitzen, brauchst du dir um Rauchpunkte oder Transfette keine Sorgen zu machen. Hier zählt der Geschmack. Neutrale Speiseöle wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl nimmt man zum Beispiel für Kartoffelsalat oder selbstgemachte Mayonnaisen. Gemüsesuppen kannst du mit einem Schuss Kürbiskernöl* oder Olivenöl verfeinern. In manchen Suppen schmeckt auch Fischöl*. Distelöl* und Walnussöl* passen zu gedünstetem Gemüse. Leinöl* (gesund wegen seiner Omega-3-Fettsäuren) isst man in Norddeutschland auf Quark. Weizenkeimöl* enthält viel Vitamin E, schmeckt allerdings etwas dumpf. Ich vermische es mit Olivenöl und gebe es mit Essig auf grünen Salat.


Ähnliche Artikel zu diesem Thema:


.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*