Was tun, wenn beim Laufen die Knie weh tun

Über die – scheinbar grundlosen – Knieschmerzen des femoropatellaren Schmerzsyndroms haben wir schon geschrieben (Beitrag). Aber bei Sportlern tun die Knie gerne aus anderen Gründen weh. Deshalb möchte ich heute etwas darüber sagen, warum es zum Beispiel nach einem Lauftraining Knieschmerzen geben kann, was solche Schmerzen bedeuten und wie man sie vermeidet. Dabei gibt es zwei Gruppen von Problemen zu unterscheiden: Manchmal liegt die Ursache bei den Bändern, manchmal beim Kniegelenk selbst.

Verdächtiger Nummer 1: Die Bänder



      

Das Knie hat eine Reihe von Bändern, die es stabil halten: Ein gerades Band auf jeder Seite verhindert, dass das Knie zur Seite ausweicht. Wegen dieser Bänder können wir bei ausgestrecktem Bein den Unterschenkel nicht drehen. Die Kreuzbänder dagegen verlaufen innen durch die Gelenkkapsel und verbinden die beiden Knochen miteinander. Diese Kreuzbänder sorgen dafür, dass wir den Unterschenkel auch bei angewinkeltem Knie nicht beliebig weit drehen können. Die Bänder am Knie verletzt man sich, wenn starke Scherkräfte auf das Gelenk wirken, etwa bei einem Pressschlag beim Fußball, oder wenn man umfällt, aber der Fuß fixiert ist, wie es beim Skifahren passiert. Ein Schmerz, der sich anfühlt wie ein tiefer Stich ins Knie, bedeutet ein beschädigtes Band. Dann heißt es das Bein schonen, bis alles verheilt ist, was lange dauern kann. Ich habe mir einmal beim Skifahren ein Kreuzband angerissen (zum Glück ist es nicht ganz durchgerissen). Noch ein halbes Jahr später konnte ich kein Lauftraining machen wegen der Knieschmerzen.

Verdächtiger Nummer 2: Das Gelenk selbst

Seitdem schon die Kinder im Schulsport lernen, dass man sich vor der Turnstunde aufwärmen muss, gibt es diese Sorte von Gelenkproblemen weniger. Trotzdem handeln sich manche Sportler beim Lauftraining noch Knieschmerzen ein, wenn sie unaufgewärmt gleich mit den Sprints anfangen. Diese Art von Schmerzen ist leicht zu verhindern: Bevor es losgeht, leicht in die Hocke gehen und die Knie kreisen lassen.
Auch das Lauftraining selbst kann an den Knieschmerzen schuld sein, und zwar dann, wenn Du mit schlecht gefederten Schuhen über harten Untergrund läufst. Für Asphalt oder Fels braucht es dicke Sohlen, das ist nicht nur für die Knie besser, sondern auch für Füße und Wirbelsäule. Oder Du wechselst die Laufstrecke: weicher, federnder Waldboden ist deutlich gesünder als Teer, und wo Moos wächst, riecht auch die Luft besser.


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