Was ist Boreout (vs Burnout)

Als Boreout wird eine psychische Erkrankung bezeichnet, deren Symptome sehr unterschiedlich sind. Anders als beim Burnout entsteht Boreout nicht durch eine Überbelastung und beruflichen Stress sondern vielmehr durch Unterforderung und Langeweile am Arbeitsplatz. Leider ist das Boreout Syndrom noch kaum erforscht.

Symptome des Boreout ähneln denen des Burnout



      

Es kann genauso anstrengend sein, vorzutäuschen, dass man beschäftigt ist, wie tatsächlich beschäftigt zu sein. Erstaunlicherweise äußern sich die Symptome eines Boreout-Syndroms ähnlich wie die eines Burnouts. Allerdings ist das Boreout weniger bekannt und wird weniger beachtet. Trotzdem machen Niedergeschlagenheit, Energielosigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Depressionen den Betroffenen zu schaffen. Oft ist ihnen dabei nicht klar, woher die Symptome kommen. Dass die Symptome sich ähneln ist keine Überraschung, denn Langeweile und fehlende Anerkennung im Beruf erzeugen ebenso Stress wie kontinuierliche Überforderung. Zudem neigen Betroffene dazu, in Aktionismus zu verfallen, um den Kollegen vorzuspielen, dass sie ausgelastet und beschäftigt sind. Das ist harte Arbeit vor allem für die Psyche.

Boreout wird oft falsch verstanden

Am Boreout erkranken nicht alle Menschen. Viele sind in der Lage, sich in einen langweiligen Job einzugewöhnen, entweder weil sie andere Prioritäten im Leben haben oder weil ihnen berufliche Anerkennung einfach nicht wichtig ist. Doch wer nach einem Studium oder einer Ausbildung endlich zeigen will, was in ihm steckt und dann auf einer öden Position endet, der kann darunter ernsthaft leiden – seelisch wie körperlich. Die Unterforderung kann entweder qualitativ oder auch quantitativ sein. Mit Faulheit hat das nichts zu tun, denn wer an Boreout leidet, der will im Grunde arbeiten, wird aber durch die Umstände daran gehindert. Eine Lösung kann der Wechsel auf eine Halbtagsstelle mit demselben Arbeitsumfang sein. Ein Gespräch mit dem Chef ist unbedingt anzuraten. In manchen Fällen hilft aber nur die Suche nach einer anderen Stelle, die mehr den Bedürfnissen und vor allem den Kenntnissen und Fähigkeiten des Betroffenen entspricht.


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