Kann man einen Vitamin B12-Mangel selbst erkennen?

Vitamin B12 ist eines der wichtigsten Vitamine für den menschlichen Körper. Du brauchst es für über 100 Vorgänge. Vor allem für die Zellteilung, aber auch für den Energiestoffwechsel. Egal, ob du gerade Fett verbrennst, Eiweiß oder Kohlenhydrate, Vitamin B12 ist dabei. Ein Mangel hat deshalb tausenderlei Symptome. Kannst du einen Vitamin B12 Mangel selbst erkennen? Vielleicht. Hier findest du ein paar Hinweise.

Symptome eines Vitamin-B12-Mangels



      

Vitamin B12 alias Cobalamin ist wichtig im Energiestoffwechsel. Die meiste Energie verbraucht im menschlichen Körper das Gehirn. Deshalb entstehen hier die ersten Symptome eines Cobalaminmangels. Am Anfang ist es Müdigkeit, Lustlosigkeit. Vielleicht wirst du reizbar. Vielleicht hältst du dich auch für deprimiert oder depressiv. Die Anzeichen sind leicht mit denen einer Schilddrüsenunterfunktion zu verwechseln. Es kann sein, dass dir Finger und Zehen kribbeln, oder sie fühlen sich ständig kalt an. Mögliche körperliche Symptome eines leichten Vitamin-B12-Mangels sind Haarausfall, Zahnfleischbluten, häufiges Nasenbluten und vielleicht wunde Stellen (Aphten) im Mund. Diese Aphten werden mehr, wenn der Mangel schlimmer wird. Auch der Haarausfall nimmt zu. Geistig lässt du nach: Du vergisst viel, denkst langsamer als sonst. Bei Senioren verwechselt man das leicht mit einer beginnenden Demenz. Es kann sein, dass du unerklärlich Gewicht verlierst. Der Geschmackssinn stumpft ab. Das Kribbeln in Händen und Füßen kann schlimmer werden, aber dann verschwindet es: Finger und Zehen werden taub. Spätestens jetzt heißt es ab zum Arzt. Die körperlichen Symptome eines Vitamin-B12-Mangels gehen weg, sobald du den Mangel mit mehreren Cobalaminspritzen ausgeglichen bekommst. Die Nervenschäden können dauerhaft sein.

So bekommt man einen Vitamin-B12-Mangel: Risikogruppen und -faktoren

Vitamin B12 findet man in tierischen Lebensmitteln. Veganer sind deshalb grundsätzlich gefährdet. Fleischesser können einen Mangel bekommen, wenn ihr Körper Vitamin B12 nicht richtig aufnimmt. Das kann an einer Gastritis liegen oder an einer chronischen Darmkrankheit wie Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn. Wenn dir Teile des Magens oder des Dünndarms entfernt wurden, musst du mit deinem Arzt darüber sprechen, wie du in Zukunft genügend Vitamin B12 ins Blut bekommst. Auch chronischer Durchfall erschwert die Vitamin-B12-Aufnahme. Außerdem kann das Diabetesmedikament Metformin den Cobalaminstoffwechsel stören. Hast du einen Leberschaden, kann deine Leber vielleicht kein Vitamin B12 mehr speichern. Dann fehlt dir die Reserve und du kannst schnell in einen Mangel abrutschen. Wenn eines oder mehrere der hier genannten Dinge auf dich zutreffen, dann lässt du am besten beim Arzt testen, ob dir Vitamin B12 fehlt. Das ist der einzige sichere Weg, einen Vitamin-B12-Mangel zu erkennen.


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